Jungenarbeit

„Es gibt keine Kinder. Es gibt nur Jungen und Mädchen.“

Diese Erkenntnis hat war auf der Seiten feministischer Mädchenarbeit schon lange bekannt. Dass auch die Jungen ein eigenes Geschlecht haben, hat die Sozialpädagogik aber erst mit den 1990er Jahren entdeckt. Seitdem erscheinen die Jungen immer mehr als die neuen Verlierer der gesellschaftlichen Entwicklung: zu wild, zu unaufmerksam, zu „männlich“?

Im Wahlpflichtfach entdecken wir, wie aus kleinen Jungen „richtige Männer“ gemacht werden, und was bei diesem Prozess womöglich auf der Strecke bleibt. Pädagogisch geht es darum, Methoden und Aktionen kennen zu lernen und auszuprobieren, mit denen Jungen neues Verhalten entdecken können. Das Ziel heißt Erweiterung der gesellschaftlich vorgesehen Geschlechtsrolle.